17. August 2020

Nach Freigabe durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), liegt nun die durch die beratenden Arbeitsschutzausschüsse erarbeitete SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel in der Fassung vom 10. August 2020 vor.

Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel enthält Konkretisierungen der Anforderungen der Verordnungen nach dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) für den Zeitraum der Corona-Pandemie. Bei Einhaltung dieser Konkretisierung kann der Arbeitgeber davon ausgehen, dass die Anforderungen aus den Verordnungen erfüllt sind.

Die Regel beschreibt den Stand der Technik, Arbeitsmedizin, Hygiene und sonstige Erkenntnisse, die der Arbeitgeber während der Epidemie berücksichtigen muss. Dabei nimmt die Regel insbesondere Bezug auf

  • Begriffsbestimmungen,
  • die Gefährdungsbeurteilung,
  • erforderliche Schutzmaßnahmen,
  • die arbeitsmedizinische Prävention sowie
  • besondere Arbeitsstätten und Arbeitsplätze.

In Bezug auf die konkrete Umsetzung dieser Maßnahmen treten in der Praxis immer wieder Fragen und Probleme auf. Zur Beratung bei betriebsspezifischen Fragen und zur Umsetzung der Infektionsschutzmaßnahmen sowie für weitere Informationen, steht Ihnen Herr Thomas Hüsken gerne zur Verfügung.

16. Juli 2020

Nach Ablehnung des Einspruchs gegen die Einstufung von Titandioxid als krebserzeugend (Pulverform mit mindestens 1 % Partikel und einem aerodynamischen Durchmesser von ≤ 10 µm) am 03. Februar 2020 im Plenum des EU-Parlaments, wurde mit Datum vom 18. Februar 2020 die 14. Änderungsverordnung zur CLP-Verordnung im EU-Amtsblatt veröffentlicht, welche damit am 09. März 2020 in Kraft trat. Nach einer Übergangsfrist von 18 Monaten bis zum 21. September 2021 ist die Verordnung von Seiten der Betriebe bei denen Titandioxid in der oben genannten Form Verwendung findet verpflichtend umzusetzen.

Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

Kennzeichnung von reinem Titandioxidpulver und für alle Pulverprodukte:

  • Pulverförmiges Titandioxid und alle pulverförmigen Titandioxidprodukte, die mindestens 1 % Titandioxidpartikel mit aerodynamischem Durchmesser ≤ 10 Mikrometer (µm) enthalten, werden als vermutlich krebserregend wie folgt eingestuft:
20.07.16_Titandioxid.jpg
  • Flüssige Produkte und Erzeugnisse wie Papier, lackierte Gegenstände, Tapeten usw. sind von dieser Einstufung nicht betroffen.

Zusätzliche Kennzeichnung für flüssige und feste Gemische ab 1 % Titandioxid:

  • Flüssige oder feste Gemische, die mindestens 1 % Titandioxid enthalten müssen unabhängig davon, ob eine Freisetzung von Titandioxid zu erwarten ist mit folgenden Warnhinweisen gekennzeichnet werden:
1. Flüssige Gemische, die mindesten 1 % Titandioxid mit einem
aerodynamischen Durchmesser von höchstens 10 Mikrometer
enthalten:

EUH211: Achtung! Beim Sprühen können gefährliche lungengängige
Tröpfchen entstehen. Aerosole und Nebel nicht einatmen.

2. Feste Gemische die mindestens 1 % Titandioxid, unabhängig
vom Durchmesser, enthalten:

EUH212: Achtung! Bei der Verwendung kann gefährlicher
lungengängiger Staub entstehen. Staub nicht einatmen.

  • Durch die Änderung der CLP-Verordnung ergibt sich weiter die Plicht, dass Kennzeichnungsetiketten auf Verpackungen von flüssigen oder festen Gemischen, die nicht für die breite Öffentlichkeit (Verbraucher) bestimmt sind und nicht als gefährlich eingestuft wurden sowie mit EUH211 oder EUH212 gekennzeichnet sind, zusätzlich mit dem Hinweis

EUH210: Sicherheitsdatenblatt auf Anfrage erhältlich

gekennzeichnet werden müssen.

Für weitere Informationen und zur Beratung der für Ihren Betrieb, durch die Einstufung von Titandioxid resultierenden Folgen, stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Ihr Ansprechpartner

Thomas Hüsken

Thomas Hüsken
Dipl.-Geograph

Telefon: +49 (0)2162 26638-40
E-Mail:
 

23. April 2020

In Zeiten der Corona-Pandemie kommt dem Arbeitsschutz im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz der Mitarbeiter eine zentrale Rolle zu. Aufgrund dessen, veröffentlichte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales am 16. April 2020 den Arbeitsschutzstandard SARS-CoV-2. Ziel des Arbeitsschutzstandards ist es, die Bevölkerung durch die Unterbrechung der Infektionsketten zu schützen, die Gesundheit von Beschäftigten zu sichern und die wirtschaftliche Aktivität wiederherzustellen.

Jedes Unternehmen in Deutschland muss deshalb, auf Grundlage einer angepassten Gefährdungsbeurteilung sowie betrieblichen Pandemieplanungen, ein Hygienekonzept umsetzen und die Maßnahmen dokumentieren. Die zuständigen Ordnungsbehörden und Berufsgenossenschaften sind angehalten, dies zu kontrollieren.

Die Verantwortung für die Umsetzung der notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen trägt der Arbeitgeber.

Der Arbeitsschutzstandard formuliert hierfür konkrete Anforderungen an den Arbeitsschutz in Zeiten der Corona-Krise.

Zentrale Eckpunkte bilden hierbei:

  • Erstellung eines Hygienekonzepts
  • Erweiterung und Anpassung der Gefährdungsbeurteilung
  • Umsetzung von technischen Schutzmaßnahmen z. B. Installation von Abtrennungen an Arbeitsplätzen mit nicht gegebenem Schutzabstand und das Einrichten von Heimarbeitsplätzen
  • Umsetzung besonderer organisatorischer Schutzmaßnahmen z. B. Beschränkung des Zugangs für betriebsfremde Personen zu Arbeitsstätten und zum Betriebsgelände oder Regelungen für die Arbeitszeit und Pausen
  • Umsetzung personenbezogener Schutzmaßnahmen z. B. Mund-Nasen-Schutz und persönliche Schutzausrüstung

In Bezug auf die konkrete Umsetzung dieser Maßnahmen treten in der Praxis immer wieder Fragen und Probleme auf. Zur Beratung bei betriebsspezifischen Fragen und zur Umsetzung der Infektionsschutzmaßnahmen sowie für weitere Informationen, stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Ihre Ansprechpartner

Lars Aengenvoort

Lars Aengenvoort
B.Sc Qualität, Umwelt, Sicherheit und Hygiene

Telefon: +49 (0)2162 26638-48
E-Mail:
Thomas Hüsken

Thomas Hüsken
Dipl.-Geograph

Telefon: +49 (0)2162 26638-40
E-Mail:

Sehr geehrte Kunden und Geschäftspartner,

innerhalb der letzten Wochen wurden wir alle aufgrund der schnellen Ausbreitung des Corona-Virus (COVID-19) mit außergewöhnlichen Herausforderungen konfrontiert.

Wie viele andere Unternehmen und Einrichtungen hat auch die U·V·M GmbH Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ergriffen. Die Gesundheit unserer Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner hat dabei für uns oberste Priorität.

Neben den allgemeinen Verhaltens- und Hygieneregelungen sowie der Vermeidung von Sozialkontakten beim Umgang miteinander, haben wir unser Büro derzeit nur mit geringer Personalstärke in den einzelnen Fachbereichen besetzt. Für alle übrigen Kolleginnen und Kollegen wurden Telearbeitsplätze bereitgestellt. Es laufen derzeit noch nicht alle Prozesse reibungslos und fehlerfrei. Wir bitte daher um Verständnis, dass es ggf. bei der Projektbearbeitung zu Verzögerungen kommen kann.

Der Empfang von externen Besuchern sowie Kunden- und Behördentermine wurden auf ein Minimum reduziert. Bei unvermeidbaren Terminen wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewiesen, neben den allgemeinen Verhaltens- und Hygieneregelungen, die spezifisch vom Kunden festgelegten Maßnahmen strikt einzuhalten.

Die Projektbearbeitung und Betreuung unserer Kunden bleiben somit sichergestellt. Wir sind weiterhin, wie gewohnt, für Sie über die üblichen Kommunikationswege (Telefon- und E-Mail-Kommunikation) erreichbar. Telefon- und Videokonferenzen können genutzt werden.

Bitte zögern Sie nicht, Ihre bekannten und gewohnten Ansprechpartner zu kontaktieren.

Wir hoffen, dass in dieser absoluten Ausnahmesituation unsere Zusammenarbeit weiterhin so konstruktiv und zielgerichtet ablaufen wird wie bisher und wünschen Ihnen und Ihren Familien alles Gute.

Passen Sie gut auf sich auf und bleiben Sie gesund!

Ihr Team der U·V·M GmbH

24. Januar 2020

Der Hochwasserpass - Risiken senken, bevor die Gefahr steigt.

Nach erfolgreicher Teilnahme am DWA-Kurs "Geprüfter Sachkundiger Hochwasserpass", der in Kooperation mit dem HKC - HochwasserKompetenzCentrum e. V. durchgeführt wurde, können wir Ihnen nun durch unser Büro auch die Ausstellung eines Hochwasserpasses anbieten.

Der Hochwasserpass dient dazu, Risiken durch

  • Hochwasser,
  • Starkregen,
  • Kanalrückstau und
  • Grundwasser

zu erkennen und Schäden vorzubeugen.

Mit dem Hochwasserpass erhalten Sie eine fundierte Risikoeinschätzung für Ihre Immobilien (Gewerbe oder Privat) und zudem Vorschläge, wie durch Vorsorgemaßnahmen eine Hochwassergefährdung reduziert werden kann.

Außerdem dient der Hochwasserpass als Nachweis, in welchem Maße die Immobilie hochwassergefährdet, -gesichert oder -angepasst ist. Auch hilft der Hochwasserpass beim Verkauf und der Vermietung der Immobilie, da die Risiken für Hochwasser, Rückstau und Starkregen bewertet ausgewiesen sind. Der Hochwasserpass ist ein innovatives und nützliches Dokument zur Standortanalyse und Bewertung von bestehenden oder geplanten Privat- und Gewerbeimmobilien, insbesondere in hochwassergefährdeten Gebieten.

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Ihre Ansprechpartnerin

Martina Boers

Martina Boers
Bautechnikerin, Fachrichtung Tiefbau

Telefon: +49 (0)2162 26638-32
E-Mail: