21. März 2017

Die DIN EN ISO 9001 (Qualitätsmanagement) und die DIN EN ISO 14001 (Umweltmanagement) wurden überarbeitet und die neuen Revisionen sind Ende des Jahres 2015 in Kraft getreten. Neben der wesentlichsten Neuerung, der Einführung der High Level Structure, um für beide Managementsystem-Normen einen einheitlichen Aufbau zu schaffen, ergeben sich auch inhaltliche Änderungen:

  • die Dokumentation ist der neuen Revision anzupassen,
  • die oberste Leitung wird zukünftig stärker in die Verantwortung genommen,
  • die Belange interessierter Parteien sind stärker zu berücksichtigen
  • und Produkte sowie Dienstleistungen sind bis zu ihrem Nutzungsende zu analysieren und zu bewerten.

Für die beiden alten Normen gelten dreijährige Übergangsfristen, die im September 2018 enden. Ab Ablauf der Übergangsfrist ist nur noch ein Zertifikat nach der revidierten DIN EN ISO 9001:2015 bzw. DIN EN ISO 14001:2015 gültig. Schon ab März 2017 ist zudem eine Erstzertifizierung nur nach den neuen Normen möglich. Umwelt- und Qualitätsmanagement

Unsere Leistungen im Bereich Umwelt- und Qualitätsmanagement

  • Vorbereitung auf die Zertifizierung/Validierung der DIN EN ISO 14001:2015 und/oder 9001:2015
  • Umstellung der DIN EN ISO 14001:2004 und/oder 9001:2008 auf die DIN EN ISO 14001:2015 und/oder 9001:2015
  • Integration der DIN EN ISO 14001:2015 und/oder 9001:2015 im Unternehmen
  • Aufbau der Erfassungs- und Dokumentationssysteme (Handbücher, Betriebstagebücher, Betriebs- und Arbeitsanweisungen u. a.) und/oder Ausarbeitung einzelner Systemelemente der DIN EN ISO 14001:2015 und/oder 9001:2015
  • Mitwirkung (bei) und/oder Durchführung von internen Audits und Mitarbeiterschulungen hinsichtlich der DIN EN ISO 14001:2015 und/oder 9001:2015
  • Durchführung von Bestandsaufnahmen/Ist- und Schwachstellenanalysen
  • Erstellung von betrieblichen Umweltinformationssystemen

Ihr Ansprechpartner

Thomas Hüsken

Thomas Hüsken
Dipl.-Geograph

Telefon: +49 (0)2162 26638-40
E-Mail: t.huesken@uvm-gmbh.de
                         

 

21. März 2017

Am 01. Januar 2017 ist die Förderrichtlinie für Energiemanagementsysteme in Kraft getreten, nach der alle Unternehmen mit Sitz oder Niederlassung in der Bundesrepublik Deutschland Fördergelder zur Steigerung ihrer Energieeffizienz durch ein Energiemanagementsystem beantragen können. Unter anderem wird die Erstzertifizierung der DIN EN ISO 50001 (Energiemanagement) mit bis zu 80 % der förderfähigen Ausgaben (maximal bis 6.000 €) gefördert. In Verbindung damit kann die externe Beratung zur Entwicklung, Umsetzung und Aufrechterhaltung der Norm mit einer zusätzlichen Förderung von bis zu 60 % der Aufwendungen (maximal bis 3.000 €) oder, unabhängig von der Einführung eines Energiemanagementsystems, die Förderung einer Energieberatung mit bis zu 80 % des Beraterhonorars (maximal bis 8.000 €) beantragt werden.

Insbesondere Unternehmen des produzierenden Gewerbes, die den Spitzenausgleich nach § 55 Energie- und § 10 Stromsteuergesetz (ab einem jährlichen Stromverbrauch von 48.780 kWh) beantragen möchten, sowie stromintensive Unternehmen, die eine Kostenerleichterung nach der besonderen Ausgleichsregelung nach § 64 EEG (ab einem jährlichen Stromverbrauch von 1.000.000 kWh) erwirken möchten, können von dieser Förderrichtlinie profitieren. Für beide Kostenentlastungsmöglichkeiten sind ein Energiemanagementsystem nach der DIN EN ISO 50001 oder unter bestimmten Voraussetzungen zumindest ein Energieaudit nach der DIN EN 16247-1 notwendig.

Unsere Leistungen im Bereich Energiemanagement

  • Vorbereitung auf die Zertifizierung/Validierung der DIN EN ISO 50001:2011
  • Integration der DIN EN ISO 50001:2011 im Unternehmen
  • Aufbau der Erfassungs- und Dokumentationssysteme (Handbücher, Betriebstagebücher, Betriebs- und Arbeitsanweisungen u. a.) und/oder Ausarbeitung einzelner Systemelemente der DIN EN ISO 50001:2011
  • Mitwirkung (bei) und/oder Durchführung von internen Audits und Mitarbeiterschulungen hinsichtlich der DIN EN ISO 50001:2011
  • Durchführung von Bestandsaufnahmen/Ist- und Schwachstellenanalysen

Ihr Ansprechpartner

Thomas Hüsken

Thomas Hüsken
Dipl.-Geograph

Telefon: +49 (0)2162 26638-40
E-Mail: t.huesken@uvm-gmbh.de
                         

 

21. März 2017

Mit Inkrafttreten der geänderten Störfallverordnung (12. BImSchV) am 14. Januar 2017 wurde die Seveso-III-Richtlinie zur Beherrschung von Gefahren bei Unfällen mit gefährlichen Stoffen in nationales Recht umgesetzt. Durch die Novellierung der 12. BImSchV wurde auch die Stoffliste im Anhang I der Verordnung vollständig überarbeitet und an die CLP-Verordnung angepasst. Hierdurch ist nun auch eine störfallrechtliche Neubewertung der vorhandenen gefährlichen Stoffe erforderlich, die sowohl für bestehende Störfallanlagen als auch für Betriebe, die über einen entsprechenden Bestand an gefährlichen Stoffen am Betriebsstandort verfügen, durchzuführen ist. Sollte aus der Überprüfung hervorgehen, dass der Anwendungsbereich der Störfallverordnung gegeben ist, hat das Unternehmen diverse Pflichten zu erfüllen. So ist nach § 8 der 12. BImSchV ein Konzept zur Verhinderung von Störfällen auszuarbeiten, dessen Umsetzung durch ein Sicherheitsmanagementsystem nach den Anforderungen des Anhangs III der 12. BImSchV sicherzustellen ist. Dieses Sicherheitsmanagementsystem kann in ein bestehendes Standard-Managementsystem, wie zum Beispiel die DIN EN ISO 9001 (Qualitätsmanagementsystem), integriert werden. Darüberhinausgehende Informationen zu den Pflichten und Anforderungen durch die geänderte Störfallverordnung erhalten Sie in der Rubrik "Aktuelles" unter dem Thema „Änderungen im Störfallrecht".

Unsere Leistungen im Bereich Sicherheitsmanagement

  • Einführung eines Sicherheitsmanagementsystems gemäß Anhang III der 12. BImSchV im Unternehmen
  • Integration eines Sicherheitsmanagementsystems gemäß Anhang III der 12. BImSchV in ein bestehendes Managementsystem (DIN EN ISO 9001, 14001, 50001 oder OHSAS 18001)
  • Aufbau und/oder Anpassung der Erfassungs- und Dokumentations-systeme (Handbücher, Betriebstagebücher, Betriebs- und Arbeits-anweisungen u. a.)
  • Ausarbeitung einzelner Systemelemente eines Sicherheitsmanagement-systems gemäß Anhang III der 12. BImSchV
  • Mitwirkung (bei) und/oder Durchführung von Mitarbeiterschulungen hinsichtlich eines Sicherheitsmanagementsystems gemäß Anhang III der 12. BImSchV
  • Durchführung von Bestandsaufnahmen/Ist- und Schwachstellenanalysen

Ihr Ansprechpartner

Thomas Hüsken

Thomas Hüsken
Dipl.-Geograph

Telefon: +49 (0)2162 26638-40
E-Mail: t.huesken@uvm-gmbh.de
                 

 

21. März 2017

Nach aktuellem Kenntnistand wird die BS OHSAS 18001 (Arbeitsschutz-management) im ersten Quartal 2018, frühestens bereits Ende 2017, durch die DIN EN ISO 45001 (Arbeitsschutzmanagement) ersetzt. Da die DIN EN ISO 45001, wie die DIN EN ISO 9001:2015 (Qualitätsmanagement) und die DIN EN ISO 14001:2015 (Umweltmanagement), der neuen High Level Structure unterliegt, können alle drei Managementsystem-Normen aufgrund eines einheitlichen Aufbaus in einem integrierten Managementsystem kombiniert werden. Da sich die DIN EN ISO 45001 derzeitig noch im Draft-Stadium befindet, können sich die Inhalte jedoch noch wesentlich ändern. Aufgrund der geplanten High Level Structure ist absehbar, dass die Berücksichtigung der Belange interessierter Parteien sowie die stärkere Einbeziehung der obersten Leitung in der neuen Arbeits- und Gesundheitsmanagementsystem-Norm relevant sein werden.

Unsere Leistungen im Bereich Arbeitsschutzmanagement

  • Vorbereitung auf die Zertifizierung/Validierung der BS OHSAS 18001 bzw. DIN EN ISO 45001
  • Integration der BS OHSAS 18001 bzw. DIN EN ISO 45001 im Unternehmen
  • Aufbau der Erfassungs- und Dokumentationssysteme (Handbücher, Betriebstagebücher, Betriebs- und Arbeitsanweisungen u. a.) und/oder Ausarbeitung einzelner Systemelemente der BS OHSAS 18001 bzw. DIN EN ISO 45001
  • Mitwirkung (bei) und/oder Durchführung von internen Audits und Mitarbeiterschulungen hinsichtlich der BS OHSAS 18001 bzw. DIN EN ISO 45001
  • Durchführung von Bestandsaufnahmen/Ist- und Schwachstellenanalysen
  • Aufbau und Integration nicht normierter Arbeitsschutzmanagement-systeme (z. B. „Arbeitsschutz mit System“ der Berufsgenossenschaften)

Ihr Ansprechpartner

Thomas Hüsken

Thomas Hüsken
Dipl.-Geograph

Telefon: +49 (0)2162 26638-40
E-Mail: t.huesken@uvm-gmbh.de
                 

 

31. Januar 2017

Umsetzung der Seveso-III-Richtlinie in deutsches Recht

Die Seveso-III-Richtlinie zur Beherrschung von Gefahren bei Unfällen mit gefährlichen Stoffen wurde in nationales Recht umgesetzt. Weitreichende Änderungen resultieren hieraus insbesondere im Bereich des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) sowie der Störfallverordnung
(12. BImSchV).

Die neue Störfallverordnung ist am 14. Januar 2017 in Kraft getreten. Mit der Novellierung der 12. BImSchV wurde auch die Stoffliste in Anhang I, die den Anwendungsbereich der Verordnung definiert, vollständig überarbeitet und an die CLP-Verordnung angepasst. Hierdurch werden im Vergleich zur bisherigen Rechtslage mehr Stoffe erfasst. Die Einstufung der gefährlichen Stoffe in die verschiedenen Gefahrenkategorien erfolgt nun ebenfalls nach den Vorgaben der CLP-Verordnung. Weitere Änderungen der Störfallverordnung beziehen sich auf die Information der Öffentlichkeit sowie ein geändertes Überwachungssystem mit einem festgelegten Überwachungsprogramm für Störfallanlagen.

Die nachfolgenden Prüfschemen sollen Ihnen aufzeigen, welche Anforderungen und Pflichten sich für Sie als bestehender Störfallbetrieb bzw. für Ihre potenzielle Störfallanlage nach der geänderten 12. BImSchV durch die Umsetzung der Seveso-III-Richtlinie in nationales Recht ergeben.

 

Bestehender Störfallbetrieb nach alter 12. BImSchV
17.01.31_Bestehender_Stoerfallbetrieb.jpg

 

Kein Störfallbetrieb nach alter 12. BImSchV
17.01.31_Kein_Stoerfallbetrieb.jpg

 

Neben der Pflicht aus der neuen 12. BImSchV ergeben sich auch aus der Novellierung des BImSchG vom 30. November 2016 Änderungen bei der Zulassung von Störfallanlagen. Für die störfallrelevante Errichtung oder Änderung einer immissionsschutzrechtlichen Anlage kann nun unabhängig vom Verfahrenstyp die Pflicht zur Durchführung eines förmlichen Verfahrens bestehen. Für die Errichtung sowie Änderung von Störfallbetrieben, die nicht im Anhang I der 4. BImSchV genannt sind, wurde das störfallrechtliche Anzeige- und Genehmigungsverfahren geschaffen, wobei im Genehmigungsverfahren die Öffentlichkeit zu beteiligen ist. Außerdem spielt der angemessene Sicherheitsabstand zu benachbarten Schutzobjekten bei der Verfahrenswahl eine zentrale Rolle.

Die nachfolgende Auflistung soll Ihnen zeigen, welches Verfahren bei einer zukünftigen Errichtung/Änderung einer Störfallanlage, unabhängig von den Pflichten durch die Störfallverordnung, erforderlich ist.

Zulassungsverfahren für die störfallrelevante Errichtung und Änderung einer immissionsschutzrechtlich genehmigten Störfallanlage

  • Neuerrichtung einer Anlage nach § 4 BImSchG
  • Anzeigeverfahren über eine störfallrelevante Änderung nach
    § 15 Abs. 2 BImSchG
  • Änderungsgenehmigungsverfahren nach § 16a BImSchG über eine störfallrelevante Änderung, wenn der angemessene Sicherheitsabstand erstmalig oder räumlich noch weiter unterschritten oder eine erhebliche Gefahrenerhöhung ausgelöst wird und die Änderung nicht bereits durch
    § 16 Abs. 1 BImSchG erfasst ist

Zulassungsverfahren für die störfallrelevante Errichtung oder Änderung einer nicht genehmigungsbedürftigen Störfallanlage

  • störfallrechtliche Anzeige nach § 23a BImSchG für die Errichtung und den Betrieb sowie die Änderung
  • störfallrechtliches Genehmigungsverfahren gemäß § 23b BImSchG, wenn durch die nach § 23a BImSchG angezeigte störfallrelevante Errichtung oder Änderung der angemessene Sicherheitsabstand erstmalig oder räumlich noch weiter unterschritten oder eine erhebliche Gefahrenerhöhung ausgelöst wird

Gerne begleiten wir Sie bei der Umsetzung der Anforderungen durch die neue 12. BImSchV und stehen Ihnen auch bei zukünftigen Zulassungsverfahren mit Rat und Tat zur Seite.

Sprechen Sie uns an.

Ihre Ansprechpartner

Marc Göttges

Marc Göttges
M.Sc. Entsorgungsingenieurwesen

Telefon: +49 (0)2162 26638-27
E-Mail: m.goettges@uvm-gmbh.de
Helmut van Ool

Helmut van Ool
Dipl.-Verwaltungswirt

Telefon: +49 (0)2162 26638-10
E-Mail: h.vanool@uvm-gmbh.de